aus der reihe ‚verständnislose werbewelt’

werbung für silicium. schon richtig gelesen, silicium. warum, weiß ich nicht. selbst nach anschauen der obligatorisch dazugehörenden internetseite nicht. komisch, komisch, komisch. ich bin ja mal gespannt, ob mein unterbewusstsein mich beim nächsten einkauf dazu drängt, an der wursttheke nach silicium zu fragen. oder gehe ich dafür besser in die drogerie? fragen über fragen.

schwarzer gürtel in verdrängung

problem erkannt, problem gebannt beobachtet. sich dann sicherheitshalber wieder ein stück entfernt. mit allem mut und selbstvertrauen einen versuch der analyse unternommen. gefahr des scheiterns erkannt und deshalb wieder auf abstand gegangen. wahlweise stunden, tage, wochen oder gleich ganze jahre von sich und dem bewusstsein weggeschoben. damit gut gefühlt (natürlich nur scheinbar). sich im scheinbar gut fühlen richtig gut gefühlt. sich beinahe in einer philosophischen überlegung über scheinbar gefühlte, aber nicht als solche wahrgenommene gefühle verheddert. darüber wieder auf das problem aufmerksam geworden. es wie einen alten freund begrüßt. mit ihm einen kaffee getrunken (es ohne milch, dafür mit viel zucker und ein wenig süßstoff, damit, zitat ‚der krebs einen grund hat, zu wüten‘). sich gut mit ihm unterhalten. dann aber der absurden situation bewusst geworden und sich hastig verabschiedet. beinahe geweint. sich psychisch an die eier und dadurch mut gefasst. es als teil meiner selbst akzeptiert. sich gefragt, ob der ausdruck ‚teil meiner selbst‘ auf ein früheres leben als klugscheißer hinweist. realisiert, dass ich a) nicht an frühere leben glaube (wenn auch nur, um dadurch eventuelle frühere leben so zu provozieren, um sie zu einer unbedachten äußerung zu bewegen) und ich b) das klugscheißertum in diesem leben schon viel zu sehr auslebe. kurz einen gedanken daran verschwendet, in diesen artikel bisher zu wenige absätze eingebaut zu haben. mit einem rein geistigen achselzucken diesen nebenschauplatz abgetan. vollkommen den faden verloren. dadurch das problem wieder weit nach hinten geschoben und unter einem berg an nichtigkeiten versteckt. sich erst einmal einen kaputtschieno gemacht und damit mindestens wieder ein paar stunden aufschub erzwungen. nein, keine pointe im eigentlichen sinn. bitte gehen sie weiter, es gibt nichts zu sehen…

wenn mann sich nach einem harten, harten arbeitstag abends noch ein weizen-cola-mischgetränk gönnt, dieses getränk mangels greifbarem flaschenöffner dann mit seinem nagelpflegestift (ein stift gegen die rissige haut um die fingernägel) öffnet, dann ist das wohl eine sehr gute beschreibung dafür, was allgemein mit metrosexualität gemeint ist…

anti-archismus (intellektuell) – resteficken (umgangssprachlich)

new york, schreibt baudrillard, ist die anti-arche. „auf die arche brachte man die tiere noch paarweise, um das überleben der gattung vor der sintflut zu sichern. auf diese wunderarche wird jeder allein eingeschifft – ein jeder muss sich jeden abend allein die letzten überlebenden für die letzte party zusammensuchen.“

aus der reihe: wenn intellente menschen die welt erklären.
schön.
und ein bisschen fällt dabei immer auf den ab, der zitiert…
noch schöner.

verdoomt noch mal

„dieses spiel ist widerwärtig. und es ist brutal. doch ist dieses spiel nicht widerwärtig, weil es brutal ist. es ist brutal, weil es so widerwärtig ist.“  (in der sz, irgendwann mal (wer sich an dieser unsauberen zitierweise stört, schreie bitte jetzt ganz laut ‚hallo, ich!‘ und rufe dann eine nummer seiner wahl an. danke))
der alte schreiber-trick: benutze zwei worte in allen möglichen kombinationen und jeder denkt so lange drüber nach, bis er wirklich verwirrt ist. wirkt unglaublich intellent, ohne es wirklich zu sein. egal. mein rechner ist seiner zeit um ein paar tausend jahre hinterher, um all die widerwärtigkeit von doom überhaupt darstellen zu können. und außerdem spiele ich gar nicht mehr am rechner. ich werde alt. vielleicht ist mir die diskussion um doom auch deshalb egal? hoch lebe die gelebte gleichgültigkeit. oder ist das leben in seiner gleichgültig ein anderes als gleichgültig zu leben? in welchem ausmaß müssen gleichgültigkeit und leben stehen, um sich auszugleichgültigen? denken sie mal drüber nach…